Arnstorf. EU-Mittel zur Förderung unternehmerischer Aktivitäten und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in die Region zu holen, war und ist seit ihrer Gründung das Hauptziel von XperRegio. Die XperRegio-Nachfolge GmbH ist aber auch Ansprechpartner für LEADER, einem Programm der Europäischen Union, mit dem innovative Projekte im ländlichen Raum gefördert werden. Seit September 2009 laufen die Fäden für die Regionalförderung bei Inge Hitzenberger in der XperRegio-Geschäftsstelle in Arnstorf, Marktplatz 3, zusammen. Sie hat den Überblick über alle Maßnahmen und bringt mit den Antragstellern Projektideen bis zur Antragsreife.
Für drei Initiativen wurden vom LEADER-Programm der EU in den letzten Wochen insgesamt 418 921 Euro bewilligt, um damit innovative Projekte im Landkreis Rottal-Inn aufzubauen. Worum es sich handelt und welche Vorteile die Maßnahmen bringen, berichteten GmbH-Geschäftsführer Alfons Sittinger, Bürgermeister Günther Wöhl aus Simbach, Johann Kuchlbauer von der Finanzabteilung der Stadt Simbach und zuständig für die Wirtschaftsförderung sowie Dr. Martin Ortmeier, Leiter der niederbayrischen Freilichtmuseen Finsterau und Massing, bei einem Pressegespräch mit Leader-Manager Dr. Eberhard Pex vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landau, mit dessen Unterstützung bürokratische Hürden überwunden wurden.
„Für Niederbayern stehen im Förderzeitraum bis 2013 bis zu 9,5 Millionen Euro zur Verfügung. Geld, über das die acht Aktionsgruppen selbst entscheiden und Initiativen ‚von unten’ fördern können“, so Dr. Pex. Er überbrachte auch die Nachricht von sehr guten Aussichten auf ein Weiterlaufen von LEADER ab 2014.
Die Stadt Simbach am Inn will unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und ihrer regionalen Besonderheiten mit ihrem Projekt, in das 213 300 Euro LEADER-Mittel fließen, unternehmerische Aktivitäten fördern und neue Arbeitsplätze schaffen. „Ein Zentrum für Gründer und innovative Unternehmen ist Teil eines Maßnahmenbündels, das die Stadt forciert“, berichtete Bürgermeister Günther Wöhl. Ein „Kümmerer“ (Geschäftsführer) soll die Zukunftspläne wachstumsorientierter Unternehmen analysieren, weitere Mitarbeiter einer kleinen Mannschaft dann Verbindungen zu internationalen Top-Partnern schaffen. „Mit diesen Maßnahmen wollen wir die vorhandene Gewerbestruktur ausweiten, Arbeitsplätze stabilisieren und neue hinzu gewinnen,“ betonte Wöhl.
„Alle historischen Gebäude und die zugehörigen Außenflächen einer regen Nutzung für Bildung, Erholung und Unterhaltung zuführen“ – so umriss Dr. Martin Ortmeier das Projekt „Erlebnis Heilmeierhof“ im Freilichtmuseum Massing. Das Vorhaben, die Hofanlage mit einem Wasch- und Backhaus nach einem Bauplan von 1901 zu ergänzen, wird von LEADER mit 34 000 Euro unterstützt. Der Aufbau geschehe als Schaubaustelle, die Grundsteinlegung findet am 1. Juli statt, der Abschluss ist für Juni 2011 geplant. Die neuen Räume sollen auch Platz für Veranstaltungen bieten, durch die der pädagogische und heimatpflegerische Bereich des Museums stärken an den Mann und die Frau gebracht werden. Das Gesamtkonzept, von dem Ortmeier in dieser Förderperiode drei Viertel über die Bühne bringen will, sieht zudem den Ausbau des bestehenden Stadels zu einem saisonal nutzbaren Veranstaltungsraum für 120 Gäste sowie die Schaffung von Radlerunterkünften vor.
Mit 172 000 Euro wird in Arnstorf die Schaffung eines Kulturzentrums im Unteren Schloss unterstützt. „Bereits jetzt befinden sich in dem Gebäude die Bücherei, Volkshochschule sowie ein Traditionsraum der KSK; mit einem Gesamtaufwand von 468 000 Euro entstehen im Dachgeschoss auf 300 Quadratmetern Proben- und Veranstaltungsräume für Musikschaffende einschließlich Fundus für das Mittelalterfest, Platz für Notenmaterial und Instrumente; auch die Kollbachtaler Trachtler finden hier eine Heimat“, stellte Alfons Sittinger das Projekt vor. Umbaubeginn ist im Herbst, Fertigstellung Frühjahr 2011. - cm
Freuen sich über LEADER-Fördermittel für die Region: (von links) Johann Kuchlbauer und Bürgermeister Günther Wöhl (Simbach am Inn), XperRegio-Regionalmanagerin Inge Hitzenberger, Leader-Manager Dr. Eberhard Pex, XperRegio-Geschäftsführer Alfons Sittinger und Dr. Martin Ortmeier (Freilichtmuseum Massing).


Schon während der Busfahrt erfuhren die Junior-Studenten, was eine Hochschule ist und was die Studenten dort den ganzen Tag tun. Nach einer kurzen Inspektion des Campus, also des Hochschulgeländes, strömten alle in den großen Hörsaal. Hier erklärte der im Optiklabor der Hochschule tätige Diplom-Ingenieur Christian Vogt den Neun- bis 13Jährigen, wie i eine Digitalkamera funktioniert. Die große Frage an diesem Abend: “Wie kommt das Bild in die Kamera?”
Mit Zwischenfragen muss ein Kinderuni-Professor umgehen können. Immer wieder schnellte eine kleine Hand in die Höhe und Christian Vogt hielt inne. Er zeigte Bilder von den ersten Kameras und erntete damit erstauntes Gekicher. Auch die Geschichte, dass man früher mehrere Minuten lang stillsitzen musste, wenn man ein Foto von sich haben wollte, sorgte für Interesse.